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Erfolgsgeschichten

Hier stellen wir Ihnen Menschen vor, die durch die Förderungen im Rahmen des Teilhabechancengesetzes (§16e/§16i SGBII) wieder eine Arbeitsstelle gefunden haben.

Herr Klaus N. war seit 15 Jahren auf der Suche nach der passenden Tätigkeit, bevor er über das Jobcenter Rhein-Neckar-Kreis die Chance als Verwaltungsfachkraft beim Deutschen Roten Kreuz Kreisverband Mannheim e.V. erhielt.

Wir trafen ihn, um uns über seine neue Tätigkeit, die Unterstützung durch das Jobcenter und seine weiteren Pläne zu unterhalten.

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Herr N., wie haben Sie von der Möglichkeit der Förderung durch das neue Bundesprogramm für langzeitarbeitslose Menschen erfahren? Und wie war der Weg bis zur Anstellung?

Mein Integrationsberater besprach mit mir die neuen Fördermöglichkeiten und lud mich zu einer Informationsveranstaltung ein. Mich interessierten die Details und der Ablauf dieses Projektes. Ich bin immer offen für Neues und hörte mir den Vortrag an. Daraufhin hatte ich das erste Gespräch mit meinem Coach. Er half mir bei der Neuorientierung am Arbeitsmarkt und unterstützte mich bei der Bewerbung beim Deutschen Roten Kreuz. Nach einem Vorstellungsgespräch folgte ein Praktikum und nun bin ich seit April als Verwaltungsfachkraft im Bereich der ambulanten Pflege und Betreuung tätig.

Erzählen Sie doch einmal etwas über Ihr bisheriges Berufsleben und den Schwierigkeiten bei der Arbeitssuche.

Die meiste Zeit in meinem Leben habe ich selbständig gearbeitet. Es waren Tätigkeiten im Handel und im Büro. Später ließ ich mich als Heilpraktiker ausbilden, was sich leider aus persönlichen Gründen nicht als Hauptberuf umsetzen ließ. Mit Mitte 50 machte ich die Erfahrung, wie schwierig es ist, in diesem Alter eine neue Chance am Arbeitsmarkt zu bekommen. Da ich auf meine Bewerbungsschreiben oft nicht einmal eine Rückmeldung bekam, nahm meine anfängliche Euphorie merklich ab. Dies wirkte sich mit der Zeit negativ auf mein Befinden und auch auf alle anderen Lebensbereiche aus.

Wie hat sich Ihr Leben durch die Teilnahme am Projekt „MitArbeit“ geändert?

Im nächsten Jahr hätte ich in Rente gehen können. Da lag der Gedanke nahe, es einfach abzuwarten. Doch wie so oft in meinem Leben habe ich mir gesagt: Ich probier es jetzt einfach einmal aus. Mein Selbstbewusstsein hat einen regelrechten Kick bekommen. Endlich war mal wieder jemand an mir interessiert. Ich entschied mich, mich auf eine neue Tätigkeit einzulassen und mich noch einmal neu zu definieren. Nicht als Rentner, nicht als arbeitslos. JA, ich fange jetzt noch einmal einen neuen Job an. Meine Kinder waren auch total baff. Andere gehen mit 65 in Rente, ich bin noch einmal durchgestartet!

Was bringt Ihnen das berufsbegleitende Coaching?

Das Coaching ist eine vertiefte Fortsetzung der Gespräche mit meinen Beratern beim Jobcenter. Ich habe bei den Treffen das Gefühl wirklich verstanden zu werden. Mit dem Coach habe ich einen Gesprächspartner, mit dem ich über Themen sprechen kann, die ich sonst mit keinem anderen Außenstehenden bereden konnte. Die lockere Atmosphäre des Coachings hilft mir mich auf meine Themen einzulassen, mich auf meine Stärken zu besinnen und unerkannte Ressourcen in mir zu entdecken. Es geht hier nicht nur um den Job, sondern um mich. Wir entdeckten den „Roten Faden“, der sich durch mein bisheriges Berufsleben zog und der mich in meiner jetzigen neuen Tätigkeit bestätigt. Wir haben auch über einen „Plan B“ gesprochen, denn irgendwann werde auch ich in Rente gehen!

Was würden Sie anderen arbeitsuchenden Menschen raten, die für diese Förderung in Frage kommen?

PROBIER ES EINFACH AUS! Sei offen und neugierig, immer etwas Neues auszuprobieren.

Weitere Infos zum Teilhabechancengesetz

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Sprechen Sie ihren persönlichen Ansprechpartner darauf an