Services Arbeitsvermittlung (mit kompetenzbasierter Integration)

Arbeitsvermittlung

Finanzielle Unabhängigkeit bzw. Existenzsicherung durch Einkommen aus einer Arbeitsstelle ist der beste Weg, um nicht länger von der Grundsicherung abhängig zu sein. Unsere Integrationsfachkräfte unterstützen Sie dabei, dieses Ziel zu erreichen.

Vermittlungsschwerpunkte

Die Integrationsfachkräfte des Jobcenters Rhein-Neckar-Kreis beraten Hilfebedürftige in allen Fragen rund um die aktuelle (berufliche) Situation. Gemeinsam werden erforderliche Schritte für den Weg zur beruflichen Integration festgelegt.

Für junge Menschen ist die schnelle Einmündung in den Arbeitsmarkt nach der Schule und der Berufsausbildung die Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche berufliche Entwicklung. Im Jobcenter Rhein-Neckar-Kreis gibt es spezialisierte Integrationsfachkräfte für junge Menschen unter 25 Jahren. Diese beraten und begleiten Jugendliche bei der Arbeits – und Ausbildungssuche, gemeinsam mit der Berufsberatung der Agentur für Arbeit, schon frühzeitig beim Einstieg ins Berufsleben.

Seit dem Jahresbeginn 2024 hilft die Jugendberufsagentur (JUBA) jungen Menschen unter 25 Jahren bei der Berufsorientierung und dem Einstieg in das Berufsleben. Die JUBA ist eine Kooperation verschiedener Institutionen. Hier arbeitet das Jobcenter mit der Agentur für Arbeit, der Jugendhilfe und den Schulen Hand in Hand.

Im Jobcenter Rhein-Neckar-Kreis gibt es ein spezialisiertes Beratungsteam, das für Rehabilitanden und schwerbehinderte Menschen ein eigenes Integrationsangebot bereitstellt. Ziel ist die Stärkung der Vermittlung und Integration behinderter und schwerbehinderter Menschen unter Berücksichtigung ihrer besonderen Situation.

Das beschäftigungsorientiertes Fallmanagement ist eine besonders intensive Form der Beratung und Begleitung auf dem Weg zur Integration in den Arbeitsmarkt. Fallmanager/innen sind speziell geschult und verfügen über umfangreiches Fachwissen. Sie haben zudem Zugang zu einem umfassenden, vielschichtigen Netzwerk und bieten Unterstützungsmöglichkeiten in vielfacher Hinsicht.

Wenn im Beratungsgespräch mit der Integrationsfachkraft festgetsellt wird, dass aufgrund persönlicher Problemlagen besondere Unterstützung benötigen wird, wird geklärt, ob die Angebote des Fallmanagement genutzt werden. Die Fallmanager/-innen erfassen vorliegende Vermittlungshemmnisse, auch im persönlichen und sozialen Umfeld (z.B. Überschuldung, Sucht, drohende Wohnungslosigkeit) und versuchen anschließend diese Schritt für Schritt in einem kooperativen Prozess zu beseitigen. Im Rahmen des Fallmanagements werden die erforderlichen Hilfs- und Unterstützungsmöglichkeiten bis hin zur Begleitung bei der Arbeitssuche koordiniert.

Fördermöglichkeiten

Gerne unterstützen wir Ihre Bewerbungsbemühungen und Eigeninitiative zur Arbeitsaufnahme oder die Teilnahme an Qualifizierungen im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten. Wir wollen Ihre Chancen auf einen Arbeitsplatz erhöhen.
Bitte besprechen Sie stets vor Entstehung von Kosten Ihre individuelle Situation mit Ihrer Vermittlungsfachkraft.

Wer sich für die Anforderungen des Arbeitsmarktes qualifiziert, verbessert seine individuellen beruflichen Chancen. Wir bieten unseren Kundinnen und Kunden die Möglichkeit der beruflichen Weiterbildung oder Umschulung. Im Rahmen eines Gesprächs mit Ihrer Integrationsfachkraft beraten wir Sie gerne darüber, wie Sie die Aussichten auf dem Arbeitsmarkt verbessern können und welche Förderungen für Sie in Frage kommen.

In der Phase der beruflichen Orientierung und Berufsfindung unterstützen wir Sie gerne. Lassen Sie sich von Ihrer zuständigen Integrationsfachkraft zu einem passenden Angebot beraten, dass Ihnen bei der Suche nach einem Ausbildungs- oder Arbeitsplatz und bei der Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung oder einer betrieblichen oder schulischen Ausbildung weiterhilft.

Mit einem betrieblichen Praktikum erhalten Sie nicht nur einen Einblick in die Anforderungen und Tätigkeiten in einem Betrieb oder können Ihre Kenntnisse auffrischen, sondern der Arbeitgeber hat die Möglichkeit sich von Ihren Fähigkeiten zu überzeugen. Ihre Integrationsfachkraft unterstützt Sie gerne bei der Suche nach einem passenden Praktikumsbetrieb. Sprechen Sie uns vor Beginn eines Praktikums an.

Wenn ein Unternehmen Sie einstellen möchte, Sie aber (noch) nicht über die erforderlichen beruflichen Erfahrungen und Kenntnisse verfügen, können Arbeitgeber einen Zuschuss zum Arbeitsentgelt erhalten. Wichtig: Zuschüsse müssen vom Arbeitgeber vor Vertragsabschluss beim Jobcenter beantragt werden.

Arbeitsmarktintegration – Kompetenz- statt Qualifikationsorientiert.

Unter Begleitung der ISoGBW (Intersectoral School of Governance Baden-Württemberg) wurde ein Modellprojekt zur kompetenzbasierten Arbeitsmarktintegration entwickelt. Ziel ist es, im Vermittlungsprozess stärker die individuellen Kompetenzen zu berücksichtigen und ausgehend hiervon in die Arbeitsplatz-erprobung und letztlich die Integration auf dem deutschen Arbeitsmarkt zu gelangen. Hierauf zielt die Zusammenarbeit der Partner ab.

Die Integrationsmanagerinnen und -manager unterstützen Geflüchtete bei deren Integration in den Alltag. Sie beraten und verweisen je nach Bedarfslage an bestehende Regeldienste. Mit jedem Geflüchteten wird ein individueller Integrationsplan erstellt, in dem Ziele formuliert werden und festgehalten wird, welche Schritte unternommen werden, um diese zu erreichen.

Ziel des Integrationsmanagements ist es, die Geflüchteten in der Anschlussunterbringung durch eine individuelle soziale Beratung bei der Integration zu unterstützen und eine frühzeitige sowie nachhaltige Orientierung und Teilhabe zu ermöglichen. Hierfür unterstützen Integrationsmanagende die beratenen Personen bei der Formulierung und Erreichung individueller Ziele, die in Bereichen wie z.B. Sprachkompetenz, Bildung oder Berufstätigkeit liegen und die Stärkung der gesellschaftlichen Teilhabe umfassen können. Um das übergeordnete Ziel des Integrationsmanagements zu erreichen, liegt es an den Integrationsmanagenden, ihre Klientinnen und Klienten zu ermutigen, vorhandene Angebote der Integration sowie Strukturen der Regeldienste selbstständig wahrzunehmen und das Wissen darüber zu vermitteln.

Im Rahmen des Modellprojekts war die Stadt Sinsheim beteiligt, daher das städtische Angebot exemplarisch für die Möglichkeiten der Städte und Kommunen im Landkreis:

www.sinsheim.de/leben-gesellschaft/gesellschaftliche-vielfalt/integrationsmanagement
www.sinsheim.de/leben-gesellschaft/gesellschaftliche-vielfalt/integrationsbeauftragte

Unsere Projektbegleitung – Kompetenzen erkennen, fördern, einsetzen

Unser Projekt unterstützt Sie dabei, Ihre vorhandenen beruflichen Kompetenzen sichtbar zu machen, Qualifizierungsbedarfe zu ermitteln und individuelle Qualifizierungspläne zu erstellen.

Wir arbeiten eng mit regionalen Trägern und Unternehmen in Baden und Württemberg zusammen. Gemeinsam mit den Agenturen für Arbeit und den Jobcentern klären wir Fördermöglichkeiten und weitere begleitende Unterstützung.

Während der Qualifizierungsphase stehen wir sowohl den Teilnehmenden als auch den Betrieben zur Seite. Unser Ziel ist ein erfolgreicher Einstieg in eine qualifizierte Beschäftigung.

Individuelle Qualifizierungsbegleitung Baden-Württemberg

https://ikubiz.de/fachbereiche-projekte/fachkraeftesicherung-in-der-region#IQ-Qualifizierungsbegleitung-BadenWrttemberg

Das Projekt IQ Qualifizierungsbegleitung wird im Rahmen des Förderprogramms IQ – Integration durch Qualifizierung durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert und vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge administriert. Partner in der Umsetzung sind das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend und die Bundesagentur für Arbeit.

Betriebsakquisiteure

In jeder Geschäftsstelle des Jobcenters Rhein-Neckar-Kreis stehen Grundsicherungsgeldempfängern Betriebsakquisiteure zur Verfügung, die gemeinsam mit den Bewerbenden individuelle Wege abstimmen und beschreiten, die auf eine kompetenzbasierte Arbeitsaufnahme zielen.

Bei Interesse sprechen Grundsicherungsgeldempfänger uns bei nächster Gelegenheit an oder wenden sich an unsere Service-Hotline – im Nachgang melden sich unsere Betriebsakquisiteure zurück.

Arbeitgeberservice

Der Arbeitgeberservice unterstützt Arbeitgeber bei der Besetzung von Arbeits- und Ausbildungsstellen und berät Betriebe zum Arbeitsmarkt, den Förderleistungen der Agentur für Arbeit und des Jobcenters sowie auch zu alternativen Strategien der Personalgewinnung. Passende Stellenangebote werden proaktiv und zielgerichtet akquiriert.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Arbeitgeberservice verfügen über fundierte Kenntnisse des regionalen Arbeitsmarktes und können aufgrund ihrer ausgeprägten Branchenexpertise frühzeitig auf aktuelle Entwicklungen und Trends reagieren. Der persönliche Kontakt zu Arbeitgebern bildet dabei eine wesentliche Vertrauensgrundlage und fördert eine nachhaltige sowie erfolgreiche Zusammenarbeit.

Arbeitssuchende werden durch ein umfassendes Beratungs- und Vermittlungsangebot bei der nachhaltigen Integration in den Arbeitsmarkt unterstützt. Der Arbeitgeberservice berät zu passenden Stellenangeboten, begleitet aktiv den Bewerbungs- und Vermittlungsprozess und unterstützt bei der Kontaktaufnahme zu potenziellen Arbeitgebern.

Ergänzend werden regelmäßig Gruppenveranstaltungen und Job-Speed-Datings organisiert. Diese Formate ermöglichen es Arbeitssuchenden, sich persönlich über attraktive Stellenangebote zu informieren und direkt mit Arbeitgebern in den persönlichen Austausch zu treten.

Weitere Informationen finden Sie online unter: https://www.arbeitsagentur.de/vor-ort/heidelberg/ags

Sie sind Arbeitgeber im Rhein-Neckar-Kreis und wollen uns hierbei unterstützen, dann freuen wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme

Selbst aktiv werden

Um selbst aktiv zu sein, nutzen Sie die auf unserer Homepage aufgeführten Hilfsangebote. Beispielsweise können Sie in unserer Jobsuche passende Stellen suchen, sich über das BerufeNet zu verschiedenen Berufsfeldern oder über KursNet über berufliche Weiterbildungsmöglichkeiten informieren.

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